Auch dieses Jahr sollte es eine Mannschaftsreise geben, auf Wunsch aller und besonders auch, um die „Neuen“, Andrea und Susanne, bei drei intensiven Tagen des Zusammenseins mit unserem Teamspirit zu „impfen“. Schon über den Winter habe ich die Tour nach Benniksgaard/ Süddänemark, zum Fördeclub Glücksburg und als Abschluss zur Einspielrunde beim MHGC Aukrug – dieses Jahr in unserer Gruppe im Mannschaftspokal, aber für fast alle von uns ein unbekannter Platz –, geplant, dazu als Unterkunft ein schnuckeliges Hotel in Glücksburg, direkt gegenüber vom malerischen Wasserschloss und dicht beim Golfplatz, doch wie bei den „zehn kleinen N….“ können wir am Montagmorgen dann nur zu sechst starten: krankheitsbedingt! In unserer Altersklasse muss man schon damit rechnen, trotzdem: so ein Pech, vor allem für die Daheimgebliebenen, denn es werden drei wunderbare Tage bei strahlend blaue
m Himmel, wärmender Sonne und auf drei tollen, herausfordernden Plätzen!
Benniksgaard empfängt uns nordisch kühl, vollautomatisiert ( ein Automat ersetzt komplett das Sekretariat) und fast menschenleer, denn auch auf dem gut gepflegten Platz bewegen sich hauptsächlich Schildkrötroboter. Im Winteroutfit, gegen den eisigen Fördewind, wird uns auf den weitläufigen, hügeligen Fairways beim Spielen schnell warm, der abwechslungsreiche Platz mit den zahlreichen Ausblicken auf die nahe blaue Förde mit ihren Seglern, aber auch mit etlichen Wasserhindernissen und z
.T. schwierigen, welligen, gut gepflegten Grüns fordert uns alles ab und verschlingt so manchen Ball…Wie gut, dass wir es abends dann nicht weit haben bis ins Hotel und ins vorab gebuchte Restaurant, es gibt sogar noch genügend Energie für einen feucht-fröhlichen Abschluss.
Unser zweiter Tag beim Fördegolfclub startet mit einer wunderbaren Überraschung: Petra, von ihrer Migräne einigermaßen genesen, ist spontan nachgereist und empfängt uns zur Halfway-Pause! Der Golfplatz auf der Südseite der Förde ist noch spektakulärer, für die ohne E-Trolley anstrengender ( die 17:„Eigernordwand“), noch gepflegter, anspruchsvoller durch ständige Schräglagen, mit noch größeren Grüns! Dieser perfekte Eindruck wird anfangs allerdings getrübt durch die uns unmögliche Orientierung auf dem Platz: die Bahnen 10 – 18 ( wegen Platzpflegearbeiten Start ab der 10!) sind teilweise umgestaltet, mit z.T. veränderter Reihenfolge, sodass weder das Birdiebook noch unsere Golfuhren helfen können, also sind Instinkt, Erfahrung und Augenmaß bzw. Laser gefordert! Welch ein Hochgefühl, als wir dann schließlich nach 18 Loch, zufrieden und ein bisschen erschöpft, in der Sonne unseren Durst löschen und unsere Erlebnisse auf den Grüns, mit dem saftig-dicken Gras, den Greenkeepern, den „Bergen“ und zahlreichen Gräben austauschen! „Wir sind die Nummer 1“ steht auf der Golfwebseite: na ja, auf jeden Fall gilt das für das verlangte Greenfee von 90 Euro in der Woche…Dieser herrliche Tag endet mit dem Besuch im nahen Lykke-Brauhaus und fröhlich-lautem Würfeln…
Mittwochmorgen auf dem Rückweg über Aukrug/NMS bremst uns zwar ein Stau vor/auf der Rader Hochbrücke fast aus, doch wir schaffen es gerade noch zu unseren Startzeiten an die 1: dieses Mal Tannenwald links und rechts, ein Hügel verhindert den Blick aufs weitere Fairway: kennen wir jetzt, stört uns nicht! Wir erleben und bespielen in den folgenden Stunden einen weiteren wunderschönen Platz, eingebettet in holsteinische Wald-und Knicklandschaft, mit vielen Naturteichen und Wasserläufen, trickigen Doglegs und sehr großen, ein
wandfreien Grüns, auf denen der Golfball wirklich so läuft, wie man es geplant hat – meistens jedenfalls! Viele Notizen füllen unsere Birdiebooks, für unser Punktspiel im Juni dann hoffentlich hilfreich. Beim Abschluss auf der sonnigen Terrasse mit Foto-Session in den neuen Shirts sind wir alle recht erschöpft von diesen ereignisreichen Tagen, aber vor allem zufrieden und dankbar für dieses dreitägige gemeinsame Tour-Erlebnis!
Birgit Bolten